Die Ha.us-Frau

Hier meldet sich die Ha.us-Frau zu Wort!

Filmkritik: Max Manus

February 8th, 2010 by Dani

Während des Zweiten Weltkrieges ist Norwegen von den Deutschen besetzt. Das ruft norwegische Widerstandskämpfer auf den Plan. Einer von ihnen ist Max Manus. In Schottland wird er in einem speziellen Camp zum Kämpfen ausgebildet. Gut gewappnet kehrt er mit einigen Freunden nach Norwegen zurück, um dort vor allen Dingen Sabotageakte gegen die Deutschen zu initiieren. Zunächst ist die Truppe sehr erfolgreich, aber es gibt auch brenzlige Situationen, nach denen sie immer wieder phasenweise in Schweden abtauchen. Dort lernt Max die Botschaftsangestelle Tikken kennen, in die er sich später auch noch verlieben sollte.

Die deutschen Besatzer sehen nach den Sabotageakten nicht tatenlos zu, sondern spüren zunehmend Widerstandskämpfer auf. Max verliert nach und nach immer mehr Mitstreiter und Freunde. Das schürt Hass, Wut, aber auch Depressionen und Einsamkeit. Darin scheint er sich mehr und mehr zu verlieren.

An und für sich finde ich das Thema „Widerstand im besetzten Norwegen“ schon interessant. Ich kann mich nicht entsinnen, dass diese Problematik schon mal verfilmt worden wäre? Also, die auf wahre Gegebenheiten basierende Geschichte ist gut und bietet genügend Stoff für einen Kinofilm. Gerade so manche sprichwörtliche Nacht- und Nebelaktion der Widerstandskämpfer ist spannend inszeniert. Die Ausstattung des Films ist gelungen und erzeugt eine passende historische Atmosphäre. Es wirkt authentisch, nicht so ein Hochglanz-Schnigges.

Aber nun kommt das große (subjektive) ABER: Der Hauptcharakter ist mir so überhaupt nicht sympathisch geworden. Irgendwie bin ich visuell nicht mit dem Hauptdarsteller warm geworden. Nicht, dass er nicht hätte schauspielern können, nein!, ich mochte ihn nur einfach nicht. Selbst bei seinen kleinen, amourösen Anwandlungen wirkte er noch so blass und holprig … da wollte kein Sympathiefunken überspringen. So war es mir im Prinzip sogar egal, ob er überlebt oder nicht. Nicht gerade die beste Voraussetzung, um einen Film spannend und somit letztendlich auch gut zu finden. Da fand ich den Gegenpart zu Max Manus, den von Ken Duken gespielten fiesen Nazi-Oberst Fehmer, schon gelungener und Leinwandfüllender.

Eine Note zu finden wird schwer. Ich bin mir bewusst, dass meine weniger positive Wahrnehmung des Hauptdarstellers sehr sehr subjektiv ist und vermutlich die Meisten kein Problem mit der Person haben. Also versuche ich diesen Fakt etwas auszublenden.

Kein schlechter Film. Leute, die grundsätzlich mit dem Thema etwas anfangen können, können es wagen „Max Manus“ zu sehen.

Note: 3+

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Die Große Musical-Gala

February 7th, 2010 by Dani

Das Theater für Niedersachsen spielt aktuell “Die Große Musical-Gala”. Ohne groß zu überlegen und mich zu informieren, habe ich schon vor vielen Wochen Tickets dafür besorgt. Tja, da saßen wir nun am Freitag und ließen uns überraschen:

Im Prinzip war es eine Aneinanderreihung von 25 mehr oder weniger bekannten Musical-Hits und Medleys. Das Musical Ensemble erwies sich dabei sehr frisch, fröhlich, spielfreudig. Sehr schön anzusehen … und auch zu hören. Ohne großen Bühnenbildschnigges, dafür war die Band dezent im Hintergrund platziert. Schlicht und wirkungsvoll kamen ein rotes Sofa und eine Showtreppe zum Einsatz. Passt!

Besonders gefallen haben mir das “New York” Medley, die sehr sexy inszenierten Chicago und Cabaret-Song und natürlich: The Time Warp! Eine mitreißende Nummer (… naja, das sehr grauhaarig durchwirkte Publikum war zunächst leider sehr zurückhaltend!), die nochmal und nochmal als Zugabe herhalten “musste” ;-)

ABER der wirklich Oberkracher war die Idee, Jens Krause in Frauenkleider zu stecken. Zunächst hielt ich es nur für einen Gag zu Beginn der Show, aber er trat konstant in Frauenrollen auf. Dabei er war so unbeschreiblich überzeugend,  bisweilen sexy zurecht gemacht (diese langen, schlanken Beine!), hat lassziv gesungen und getanzt … dagegen wirkten die anderen Darstellerinnen blass gegen ihn. Standing Ovations!

Zwischendrin kam mir der Gedanke (und eindringliche Wunsch), dass das TfN die Rocky Horror Show auf die Bühne bringen muss. Eine passendere, überzeugendere Besetzung für Frank N. Furter kann es gar nicht geben!

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Unser Perfektes Dinner – reloaded

February 1st, 2010 by Dani

Vor langer Zeit hat uns das „Perfekte Dinner“ Fieber erfasst. Damals war jeder mal der Reihe nach dran, einen leckeren, tollen Abend zu organisieren. Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß daran!

Allerdings war es für den jeweiligen Gastgeber auch erschreckend anstrengend und aufwendig, alles alleine auf die Beine zu stellen. Um den Stress zu entschärfen, kochten nun in Runde zwei des „Perfekten Dinners“ immer zwei Leute zusammen. Letztes Jahr waren schon die Männer dran (lecker!), vergangenes Wochenende waren nun wir Mädels an der Reihe.

Um die Vorbereitungen und die Hektik zu entschärfen, haben wir bereits am Freitag alles eingekauft und den ersten Gang überwiegend, den zweiten Gang komplett vorbereitet. So sind wir am Samstag sehr locker und zuversichtlich an das Ganze herangegangen und waren sehr überrascht, dass wir trotz aller Organisation, Vorbereitung, Arbeitsteilung durch etwas ins Trudeln geraten sind.  Aber insgesamt hat alles gut geklappt und die einzelnen Gänge waren jeweils sehr lecker. Kleiner Eindruck gefällig?!

Erbsenschaumsuppe mit Garnelen (wir hatten nur Krabben). Die Krabben waren durch eine Limetten-Minz-Note ein echtes Highlight:

Mandarinensorbet an Prosecco, inspiriert von einem 6-Gänge-Menü in der Hemmingener “Artischocke”:

Seeteufel mit mediterranem Gemüse und Kartoffelgratin an Safran-Soße:

Obstsalat und lauwarmer Schokokuchen …mit noch weichem Kern! Porno!!! ;-)

Käseplatte:

Auch diese Runde des “Perfekten Dinners” hat Spaß gemacht. Meinetwegen können wir gerne in die 3. Runde gehen ;-)

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Filmkritik: Armored (Filmstart 04.02.2010)

January 29th, 2010 by Dani

Eine Handvoll Geldtransportfahrer beschließt einen Überfall vorzutäuschen und die fette Beute einzusacken. Es soll alles ganz friedlich ablaufen, es gibt ja keine bösen Gangster in dem Spiel. Dumm nur, dass die Truppe beim Geldverstecken von einem Penner beobachtet wird. Damit der ganze Coup nicht auffliegt, knallt einer der Jungs den alten Mann ab und auf einmal wird aus dem „harmlosen“ Diebstahl eine große Nummer. Das gefällt dem Hauptprotagonisten Ty gar nicht. Denn eigentlich ist er ein Guter. Irak-Kriegsveteran, der sich um seinen jüngeren Bruder kümmern muss, weil die Eltern gestorben sind und das Haus will auch vor der Pfändung gerettet werden. Ty versucht also den Raub, der zum Mord mutiert ist, zu stoppen. Das gefällt seinen geldgierigen Kollegen gar nicht … und schon sitzt Ty im Sicherheitstransporter wie im Käfig, um vor seinen mordlustigen, wütenden Kollegen in Sicherheit zu sein.

Testosteron, Testosteron, Testosteron.
Lauter Alpha-Männchen unter sich. Eine Horde böser, grunzender, gewaltbereiter, unrasierter Primaten gegen einen guten, lieben, Kriegshelden. Der Cast klingt eigentlich nicht schlecht: Matt Dillon, Laurence Fishburne, Jean Reno und als noch unverbrauchtes, aber sehr sympathisches Gesicht Columbus Short. Die Einzigen aber, die etwas spielen und Charakter zeigen dürfen sind Short und Dillon. Letzterer allerdings in einer so miesen Synchro, dass einem fast die Ohren bluten. Der Rest der Truppe ist ein bisschen tumbes Beiwerk, mehr nicht. Pure Verschwendung und Ignoranz von Potenzial und Können. Sehr schade.
Die Action in dem Film ist verhältnismäßig minimal, was ich allerdings ganz angenehm finde. Es muss ja auch nicht immer schneller, lauter, kaputter sein. Es gibt 2-3 etwas prekäre Situationen, da könnte sich bei dem einen oder anderen Kinogänger etwas Spannung aufbauen, aber der ganz große Thrill bleibt aus.
Schade, dem Trailer nach hatte ich mir mehr von erhofft.

Note: 4+

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Filmkritik: Same Same But Different

January 25th, 2010 by Dani

Der Student Benjamin (David Kross) ist mit seinem Kumpel als Rucksacktourist in Kambodscha unterwegs. Einmal was erleben, sich mit billigen Drogen den Kopf volldröhnen, so die Divise. In einer Disco lernt er die Einheimische Sreykeo kennen. Obwohl schnell klar wird, dass sie eine Prostituierte ist, verliebt Benjamin sich in sie. Sie werden ein Paar. Nach seiner Rückkehr und obwohl er als Praktikant kaum etwas verdient,  unterstützt er sie von Deutschland aus finanziell, damit sie sich nicht länger prostituieren muss. Dann erhält er die Nachricht: Sie ist HIV-positiv. Nun muss auch er sich testen lassen.
Obwohl ihm alle seinem Umfeld abraten,  hält er an Sreykeo fest, fliegt wieder zu ihr, will ihr gute Medizin besorgen und bezahlen. Ein Nerven aufreibendes Unterfangen. Nicht nur in Kambodscha ärztliche Versorgung zu finden. Nein, die gesamte Beziehung, teilweise über den halben Globus hinweg geführt, die unterschiedlichen Kulturen, unterschiedliche Lebensweisen, die finanzielle Belastung, die Ängste, bringen Benjamin an den Rand dessen, was er glaubt aushalten zu können.

Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, wie sie Benjamin Prüfer ähnlich durchlebt und in seinem Roman „Wohin Du auch gehst“ veröffentlicht hat. Vor einigen Jahren schon habe ich eine Reportage seiner Erlebnisse in der Neon gelesen und war unglaublich fasziniert und mächtig beeindruckt davon, was alles ein Mensch aus Liebe bereit ist zu tun. Das hat bis heute Eindruck bei mir hinterlassen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass dies verfilmt wird.

Detlef Buck setzt die Geschichte mit intensiven Bildern, mächtigem Soundtrack und großartigen Schauspielern um. David Kross nehme ich die Wandlung vom wohlbehütet aufgewachsenen Studenten hin zum  von Verantwortung und Gewissen getriebenem jungen Mann ab. Herz erwärmend sind seine zart verbliebten Blicke, wenn er Sreykeo ansieht. Sie wirkt unglaublich zerbrechlich, aber beweist in einigen Szenen unbändig viel Kraft. Vermutlich braucht das eine arme, junge Frau in diesen Verhältnissen auch, um zu überleben? Dennoch wirkt sie weniger verzweifelt als Benjamin, findet sie doch Trost im Glauben und in der Hoffnung an ein besseres, neues Leben nach dem Tod.

Der Soundtrack geht in einigen Szenen durch und durch. Mächtig, wie Musik gewordener Schmerz, dröhnt es und unterstreicht die Leidenschaft, die Angst, die Verzweiflung. Aber auch die zarten und verspielten Klänge finden ihren Raum. Ich finde es sehr gelungen.
Besonders hervorheben möchte ich die tollen Bildeinstellungen. Schon lange nicht mehr sind mir bei einem Film so beeindruckende Bildkompositionen aufgefallen.
Schwächen? Ja ich fand schon auch einige Schwachstellen, z.B. Benjamins Praktikums-/Arbeitsleben. Wann und wie hat er tatsächlich Geld verdient? Es wirkte fast, als würde er mehr Zeit in Kambodscha verbringen. Von welchen Geld?  Und dann die Geschichte mit seinem großen, Rat gebenden, unterstützenden Bruder… irgendwie unrund. Aber die kleinen Schwächen sind zu verkraften. Das Fazit ist und bleibt positiv!

Note: 2

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lässig

January 22nd, 2010 by Dani

Dieser Song läuft heute bei mir in Dauerschleife:

Ich kriege dabei unendlich gute Laune … und der Song und das Video erinnern mich daran, wie unglaublich gut und lässig ich “Soulkitchen” fand. Top!

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“Friendship”

January 19th, 2010 by Dani

„Friendship“ ist ein von Herzenswärme, Humor und Feinfühligkeit für Freundschaft geprägtes Road-Movie.
Direkt nach dem Mauerfall machen sich die beiden Ost-Berliner Tom und Veit auf den Weg in die USA. Ziel soll der westlichste Punkt der Welt sein: San Francisco. Für Tom nur ein Spaß und Abenteuer, für Veit der heimliche Versuch seinen in die Staaten ausgewanderten Vater zu finden.
Blöd, dass die beiden nur über sehr wenig Geld und über noch weniger Englischvokabular und USA-Kenntnisse verfügen. So schwer gehandicappt trampen die beiden quer durchs große Amerika, lernen dabei schräge Typen und liebevolle Menschen kennen, machen Bekanntschaft mit Cops, bringen die Berliner Mauer nach New Mexiko, werden zu strippenden Russen. Tom und Veit lachen, jauchzen, tanzen gemeinsam. Doch in fröhlichen Zeiten ist es einfach, befreundet zu sein.

Ein wunderbarer Film. Allein schon die beiden großartigen Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke machen „Friendship“ zu etwas besonderem. Deren Spielfreude, Sympathie und Herzlichkeit ist unglaublich präsent. Herzerwärmend.
Die Story ist von Beginn an bis zur letzten Sequenz liebevoll erzählt. Natürlich sehr witzig! Aber es bleibt auch Raum für ruhigere Momente. Insgesamt angenehm ausgeglichen.

Ich könnte mich noch weiter in Superlativen verlieren.
Aber bildet Euch lieber Eure eigene Meinung. Dringende Empfehlung: gucken!

Note: 1-

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70er-Jahre-Kinoabend

January 18th, 2010 by Dani

Dass sich unser Sneak-Master Heiko für das Tierheim Krähenwinkel engagiert, ist schon lange bekannt. So kommen die Erlöse aus den Plakatversteigerungen schon seit Jahren dem Tierheim zugute.

Am Freitag sollte aber alles eine Nummer größer sein und richtig viel Geld einbringen. Eine „70er Jahre Veranstaltung“ mit Werbung, Trailern und James Bonds „Diamantenfieber“ von 1971. Dazu eine große Tombola mit unendlich vielen Preisen und das beste 70er Jahre Kostüm sollte mit einer 100-Tage-Freikarte prämiert werden.

Kurz gesagt: Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen. Alle haben sich wie wild auf den Losverkauf gestürzt, einige haben sich in echt mutigen Outfits ins Kino gewagt, Heiko schwirrte aufgeregt in seinem grünen Original Vintage Hemd umher, alle sackten etliche (Kleinst-)Gewinne ein, trotz Verzögerung und langer Wartezeiten bei der Gewinnausgabe blieben alle gelassen („Ist ja für einen guten Zweck“), die alten 70er Trailer waren amüsant und das Beste: Diamantenfieber.

Sean Connery als Bond auf der großen Leinwand zu sehen war großartig! Was hatte der Mann in dieser Rolle für eine Ausstrahlung – wow! Auch der knapp 40 (!) Jahre alte Film selbst hat mir gut gefallen. Insgesamt spielt sehr viel Selbstironie und Augenzwinkern mit, ich mag die Ausstattung und Charme des Ganzen und das heutzutage inflationär eingesetzte Rumgeballere und Explodieren ist dem Finale vorbehalten. Klar, alles „technische“ wirkt heute ein bisschen niedlich und naiv, aber das macht den Film nicht schlecht.

Ich fand den Abend durch und durch gelungen!
Gelohnt hat es sich auch. Der genaue Erlös steht noch nicht fest, aber ein vierstelliger Betrag wird sicher ans Tierheim überwiesen!

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Kreuzbein

January 13th, 2010 by Dani

Bis vor ein paar Tagen hätte ich die Lage des Kreuzbeins vermutlich noch nicht einmal genau bestimmen können. Aber dank eines schwungvollen, vornübergebeugten Versuchs die Schuhe zuzuschnüren, weiß ich nun exakt, wo das Kreuzbein sitzt. Nein, ich weiß es nicht nur … ich spüre es noch immer! Und nicht nur das, denn von dort aus zieht der Schmerz bis zum Schulterblatt hoch und den Oberschenkel herunter. Sehr, sehr unangenehm.

Jaja, knapp über 30 und schon geht es mit den Zipperlein los ;-)

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Jahresrückblick-Stöckchen

January 12th, 2010 by Dani

Das neue Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich denke es ist noch nicht zu spät, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen.

Vorherrschendes Gefühl für 2010?
Ganz okay. Wenn das Schicksal nicht ganz dumm dazwischen haut, sollte es ein gutes Jahr werden.

2009 zum ersten Mal getan?
getwittert

2009 nach langer Zeit wieder getan?
Ich habe wieder mit dem Ballett angefangen. Weltidee.

2009 leider gar nicht getan?
Mein Patenkind nicht zur Übernachtung eingeladen.

Wort des Jahres?

Kurzarbeit

Zugenommen oder abgenommen?
Das ist ziemlich konstant.

Stadt des Jahres?
Berlin, London, Hannover

Alkoholexzesse?
2-3 Weinselige Abende, aber Exzesse … nein.

Davon gekotzt?

Nein

Haare länger oder kürzer?
Wesentlich kürzer. Von schulterlang auf gestuft kurz.

Kurzssichtiger oder Weitsichtiger?

weder noch

Mehr ausgegeben oder weniger?

Da ich den Smarty gekauft habe, habe insgesamt mehr als üblich ausgegeben.

Höchste Handyrechnung?
Kann nicht viel gewesen sein. Maximal vielleicht EUR 25,-

Krankenhausbesuche?
Ich habe das erste Mal jemanden auf der Intensivstation besucht.

Verliebt?
Ja!

Getränk des Jahres?
Im Sommer war es wohl Bionade, seit Herbst von Teekanne “Türkischer Apfel”

Essen des Jahres?
Ein 6-Gänge-Menü im “Landhaus Artischocke” in Hemmingen. Großartig!

Most called persons?
Mein Mann. Meist um von unterwegs irgendwas kurz abzustimmen.

Die schönste Zeit verbracht mit?

Meinem Mann

Die meiste Zeit verbracht mit?
Mit meinem Mann

Song des Jahres?

“Gloria” von Mando Diao

CD des Jahres?
“Give me Fire” von Mando Diao

Buch des Jahres?

Stieg Larssons “Millenium-Trilogie”: Verblendung, Verdammnis, Vergebung

Film des Jahres?
Hallo?! Bei um die 100 Kinofilme, die ich in 2009 gesehen habe, kann ich das nicht auf einen Film beschränken. Ich muss mindestens “Zeiten des Aufruhrs”, “Milk” und “Hangover” nennen. Ach ja, und das Kinojahr schloss mit “Soulkitchen” angemessen gut ab!

Konzert des Jahres?

Mando Diao ganz knapp vor Coldplay ganz knapp vor Oasis

TV-Serie des Jahres?

Die Antwort ist einfach: How I met your mother (Finger weg von der synchronisierten Fassung!)

Erkenntnis des Jahres?

Sehr schönes und sehr trauriges existieren sehr dicht nebeneinander.

Drei Dinge auf die ich gut hätte Verzichten können?

Tod von Familienangehörigen, die Sorge um Opa, den wirtschaftlichen Einbruch

Nachbar des Jahres?
Die Nachbarn, die nicht müde werden, immer wieder unsere Päkchen anzunehmen.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres?

Wieder mit dem Ballett anzufangen!

Schlimmstes Ereignis?
Tod

Schönstes Ereignis?
Sommerurlaub im Winter

2009 war mit einem Wort?
Vielfältig.

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Filmkritik: 8th Wonderland

January 10th, 2010 by Dani

Innerhalb der geschlossenen Internet-Community gründet sich mit Teilnehmern aus aller Welt ein neues, ein virtuelles Land: 8th wonderland. Die Bürger dieses Landes wollen durch demokratisch abgestimmte Aktionen auf soziale und politische Missstände aufmerksam machen, z.B. die Todesstrafe, Gleichgültigkeit über die Armut von Bettlern etc. Zunächst im geheimen, später ungewünscht ans öffentliche Licht gezerrt, agieren sie mit immer spektakuläreren Aktionen. Sehr zum Missfallen von Firmen und Politikern, denn“8th wonderland“ ist mächtig und lässt sich leider nicht so einfach stoppen und unterbinden.

Puh, wie lässt sich der Film genau beschreiben? Er vermischt unterschiedliche, selten eingesetzte Elemente. Ein Schwerpunkt globale, politische Situationen sowie die Eingriffe von „8th wonderland“ zu zeigen, sind kurze Ausschnitte weltweiter TV-Nachrichten. So ergibt so durch das Zappen von Sender zu Sender, von Land zu Land, ein schlüssiges Bild.
Desweiteren haben wir das Privileg uns im Inneren von „8th wonderland“ aufzuhalten und zu sehen, wie die „Einwohner“ per web-cam Ideen austauschen, miteinander diskutieren, um letztendlich immer zu Mehrheitsentscheidungen zu kommen.
Ergänzend gibt es dazwischen immer wieder eingebaut einen regulären Handlungsstrang, der die Geschichte nach vorne treibt, weil er eben nicht nur ein webcam-Fenster oder einen Nachrichtenausschnitt zeigt.

Auf so geschilderte Art & Weise wird so ein spannender Thriller … oder ist es ein Drama … skizziert, das andeutet, wie es wäre und welche Machtausübung möglich wäre, würden sich Menschen über so ein spezielles Forum zusammenschließen. Ein sehr gruseliger Gedanke. Ein vermutlich gar nicht so unrealistischer Gedanke? Ich bin zumindest beeindruckt, welche Aktionen diese Gruppe in die Wege leitet. Sehr einfallsreich, drastisch und effektiv. Deren Einmischen beim Treffen der G8-Mächte macht mich sprachlos, wie schon lange kein Film mehr.

Ein sehr empfehlenswerter Film, auch wenn aufgrund der vielfältigen Sprachen fast alles in Untertiteln passiert. Das macht die globalen Ausmaßen des Netzwerks nur umso deutlicher. Keine Bange, die Dialoge lassen sich durchaus mühelos mitlesen.

Ich hoffe, dass der Film die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient. Aber irgendwie fürchte ich, dass er als kleine, französische Produktion unbekannter Macher und mit unbekannten Gesichtern untergehen wird.

Note: 2

P.S.: Verblüffender Weise lief der Film nun schon in der Sneak, Filmstart ist erst im Sommer. Vielleicht dennoch mal im Hinterkopf behalten.

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Bücherwurm

January 8th, 2010 by Dani

Das Schöne an einem langen Urlaub ist, dass ich endlich mal wieder Zeit finde, richtig zu lesen. So im hektischen Alltag komme ich meist nicht dazu, Bücher zu genießen. Über Wochen verteilt immer wieder nur mal eine halbe Stunde an einem Buch zu lesen, mag ich nicht. Dann kann ich nicht so tief und ganz und gar in der Geschichte abtauchen, so wie es Romane verlangen und verdienen, also lasse ich es lieber bleiben.

Daher hat der Stapel meiner Urlaubslektüre einen beträchtlichen Umfang angenommen:

So vielfältig die Bücher sind, sie haben mir alle gut, sehr gut, hervorragend gefallen!

David Safier – Jesus liebt mich

Hat mir besser als „Mieses Karma“ gefallen, vor allen Dingen da wir uns in der Welt der Menschen und nicht im Tierreich bewegen. Erfrischend absurd, witzig, wie eine ProSieben Comedy in Buchform. Das Buch hätte ich vermutlich auch mal zwischendurch einfach weglesen können.

Stieg Larsson – Verdammnis & Vergebung

Von dem ersten Band „Verblendung“ der Trilogie war ich schon begeistert. Diese beiden Wälzer stehen dem in Sachen Spannung, komplexer Story, Verstrickungen, Überraschungen, interessanten Charakteren (ich sag nur: Lisbeth Salander) in nix nach. Da „Verdammnis“ quasi mitten in der Geschichte endet, musste ich die beiden Bücher in eins durchlesen. Wow! Atem beraubend.

Khaled Hosseini – Drachenläufer

Von diesem Buch hat mein Gatte so vorgeschwärmt. Zu Recht. Es wird in wunderbaren Worten und Bildern die Geschichte des Afghanen Amirs geschildert. Er reflektiert seine Kindheit in Afghanistan, seine Freundschaft zu Hassan, den Verrat an der Freundschaft, die Schuldigkeit daran … und im Prinzip läuft die Lebensgeschichte Amirs wieder auf die Schuld hinaus. Hosseini beschreibt in herrlichen Worten ein vor dem Krieg lebenswertes Afghanistan und lässt auch die schrecklichen Veränderungen nach dem Krieg und den Taliban nicht aus. Sehr faszinierend.

Khaled Hosseini – Tausend strahlende Sonnen

Die Geschichte eines afghanischen Mädchens erzählt Hosseini in weniger poetischer Sprache als beim„Drachenläufer“, was mir persönlich sehr zusagt. Insgesamt wühlt mich die Geschichte mehr auf, da anhand dieses fiktiven Schicksals  viel über das allgemeine Leben der Frau in der afghanischen Gesellschaft und unter den Taliban deutlich gemacht wird. Ein schön-trauriger Roman.

Markus Zusak – Die Bücherdiebin

Der Tod begegnet uns in diesem Buch als Ich-Erzähler. Fasziniert berichtet er von seinen Begegnungen mit der Bücherdiebin: Liesel ist ein neunjähriges Mädchen, das während der Anfänge des Zweiten Weltkriegs in eine Pflegefamilie kommt, weil sich ihre Mutter nicht mehr um sie kümmern kann. Am Leben der Liesel wird so manche Facette des Alltags während dieser Kriegszeiten beschrieben. Allein das fand ich schon interessant. Aber auch Liesel, ihre Familie und Freunde sind mir ans Herz gewachsen.
Ich bin schwer in den Schreibstil und in die Geschichte hingekommen. Vielleicht war der Weg von der knallharten Scheibe eines Stieg Larssons hin zu den poetisch-verträumten Gedanken des Tods vielleicht doch ein bisschen krass? Dennoch, ich habe mich wunderbar in die schöne Geschichte der Bücherdiebin hineingelesen und war sogar etwas traurig, als es vorbei war.

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spannende Wochen

January 7th, 2010 by Dani

Es ist viel passiert in den letzten Wochen. Zum Glück überwiegend Schönes.

Wir haben einen tollen Urlaub auf Fuerteventura verbracht:

Mit überwiegend perfektem Wetter:

Dann war ja noch die Sache mit dem Geburtstag:

Als Krönung des Ganzen “Rheinfeiern 2010″ mit den Fantastischen Vier  in Köln:

In diesem Sinne: Alles Gute für das neue Jahr an alle da draußen! :-)

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Umleitung

November 24th, 2009 by Dani

Bei einer Bypass-OP am Herzen werden verstopfte oder verengte Gefäße mittels einer eigenen oder künstlichen Gefäßprothese umgangen. Allein in Deutschland werden jedes Jahr 70.000 Menschen deswegen operiert. Man sollte meinen, dass die Medzin damit mittlerweile umgehen kann.

Ich hoffe es sehr. Denn meinem Opa mussten heute Bypässe gelegt werden. 6 Stunden hat die OP gedauert, laut Doc war sie in seinem Fall sehr kompliziert. Eine heftige Belastung für den geschwächten Körper.

Ich rede mir ein, die Uniklinik würde den Aufwand (=Kosten) gar nicht erst betreiben, würden sie keine guten Chancen sehen. Klingt vielleicht makaber, aber in der heutigen Zeit, wo Behandlung und Pflege so stark an den Kosten anstatt an den Bedürfnissen ausgerichtet werden, muss man das so aussprechen.

Aber nein, sie haben in operiert. Und er wird das schaffen. Basta!

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Udo Jürgens – live gesehen!

November 20th, 2009 by Dani

Ja, ich habe freiwillig Udo Jürgens live sehen wollen, dafür sogar noch eine Menge Geld bezahlt. Und ja, er war jeden Cent wert!

Stein des Anstoßes war der Musical-Besuch von “Ich war noch niemals in New York”. Von dem Stück war ich insgesamt ja sehr begeistert. Vor allen Dingen war ich sehr überrascht, wie viele Udo Jürgens Lieder ich kenne und sogar gut finde. Dank diesem positiven Erlebnis habe ich mich getraut zu bekennen, dass ich Udo Jürgens gerne mal live sehen wollen würde und bin überraschender Weise bei meinem Gatten auf Zustimmung gestoßen ;-)

Am Dienstag war es dann soweit. Udo Jürgens in Braunschweig.
Die Volkswagen-Halle war sehr gut gefüllt. Überwiegend mit älterem Publikum, aber auch einige in unserer Altersklasse. Wir “Jungen” sind also nicht so sehr aufgefallen, wie im Vorfeld befürchtet ;-)

Mittelpunkt der Bühne war ein schwarzes Piano. Im Hintergrund fand das große Orchester seinen Platz. Das machte schon Eindruck.
Mit den ersten Klängen war das Publikum dabei, begrüßte den alten, großen Star mit warmherzigen, langem Applaus. Und er dankte es mit seinem Charme, seiner persönlichen Ansprache. Ich muss sagen, der 75jährige wirkte großartig auf der Bühne, fühlte sich sichtlich wohl, richtiggehend zu Hause, hinter seinem Piano.

In der ersten Hälfte der Show spielte er überwiegend Songs, die ich nicht kannte. Da habe ich mich sehr auf die Texte konzentriert und bin schlicht beeindruckt. Er erzählt richtige Geschichten, überwiegend gesellschaftskritisch. Nix mit rosaroter, softer Schlagermusik!
Nach der Pause kamen dann die großen Hits. Toll! Da hat es weder die Älteren noch die Jüngeren auf den Plätzen gehalten. Super Stimmung!  Auch als die einzelnen Backgroud-SängerInnen jeweils eine Soloeinlage bringen durften, kam richtig großes Show-Feeling auf. Alle hatten Spaß! Und ganz ehrlich: wenn mehrere tausend Kehlen “Ich war noch niemals in New York” mitsingen, man dazu diesen großen Entertainer der alten Garde in seinem vollen Element erlebt, das ist schon Emotional. Ich musste da so einige Tränchen verdrückten…

Nach einigen (geplanten) Zugaben war dann um Punkt 23 Uhr Feierabend. Auch wenn etliche noch ewig weiterapplaudieren wollten.

Ein toller, charmanter Entertainer, der in seinen Songs viel zu erzählen hat, der Jung & Alt noch zu unterhalten und begeistern weiß!

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