Filmkritik: Max Manus
February 8th, 2010 by DaniWährend des Zweiten Weltkrieges ist Norwegen von den Deutschen besetzt. Das ruft norwegische Widerstandskämpfer auf den Plan. Einer von ihnen ist Max Manus. In Schottland wird er in einem speziellen Camp zum Kämpfen ausgebildet. Gut gewappnet kehrt er mit einigen Freunden nach Norwegen zurück, um dort vor allen Dingen Sabotageakte gegen die Deutschen zu initiieren. Zunächst ist die Truppe sehr erfolgreich, aber es gibt auch brenzlige Situationen, nach denen sie immer wieder phasenweise in Schweden abtauchen. Dort lernt Max die Botschaftsangestelle Tikken kennen, in die er sich später auch noch verlieben sollte.
Die deutschen Besatzer sehen nach den Sabotageakten nicht tatenlos zu, sondern spüren zunehmend Widerstandskämpfer auf. Max verliert nach und nach immer mehr Mitstreiter und Freunde. Das schürt Hass, Wut, aber auch Depressionen und Einsamkeit. Darin scheint er sich mehr und mehr zu verlieren.
An und für sich finde ich das Thema „Widerstand im besetzten Norwegen“ schon interessant. Ich kann mich nicht entsinnen, dass diese Problematik schon mal verfilmt worden wäre? Also, die auf wahre Gegebenheiten basierende Geschichte ist gut und bietet genügend Stoff für einen Kinofilm. Gerade so manche sprichwörtliche Nacht- und Nebelaktion der Widerstandskämpfer ist spannend inszeniert. Die Ausstattung des Films ist gelungen und erzeugt eine passende historische Atmosphäre. Es wirkt authentisch, nicht so ein Hochglanz-Schnigges.
Aber nun kommt das große (subjektive) ABER: Der Hauptcharakter ist mir so überhaupt nicht sympathisch geworden. Irgendwie bin ich visuell nicht mit dem Hauptdarsteller warm geworden. Nicht, dass er nicht hätte schauspielern können, nein!, ich mochte ihn nur einfach nicht. Selbst bei seinen kleinen, amourösen Anwandlungen wirkte er noch so blass und holprig … da wollte kein Sympathiefunken überspringen. So war es mir im Prinzip sogar egal, ob er überlebt oder nicht. Nicht gerade die beste Voraussetzung, um einen Film spannend und somit letztendlich auch gut zu finden. Da fand ich den Gegenpart zu Max Manus, den von Ken Duken gespielten fiesen Nazi-Oberst Fehmer, schon gelungener und Leinwandfüllender.
Eine Note zu finden wird schwer. Ich bin mir bewusst, dass meine weniger positive Wahrnehmung des Hauptdarstellers sehr sehr subjektiv ist und vermutlich die Meisten kein Problem mit der Person haben. Also versuche ich diesen Fakt etwas auszublenden.
Kein schlechter Film. Leute, die grundsätzlich mit dem Thema etwas anfangen können, können es wagen „Max Manus“ zu sehen.
Note: 3+
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